Der Islam und der Dschihad

Der Islam und der Dschihad

Der Kampf wird im Islam als Al-Ğihad (Dschihad) bezeichnet. Und die allgemein bekannte Bedeutung des Ausdrucks Ğihad im Islam ist die Anstrengung auf Allahs Weg, womit man die Seele dazu zwingt, die Verbote Allahs (Muharramat) zu unterlassen und seine Pflichten soweit man kann zu erfüllen, um Allahs Zufriedenheit zu erlangen. Das hat nichts mit Krieg oder Terror zu tun.

Jedoch trägt dieser Ausdruck eine spezielle Bedeutung und somit sollte das Wort Ğihad als Kampf für die Religion (Diin) (Das Wort, das als Religion übersetzt wird ist Diin, das im Arabischen gewöhnlich auf eine Art von Leben hinweist, welches beides ist- privat und öffentlich. Es beinhaltet alle Handlungen des Gottesdienstes, politische Verfahrensweisen und ein detailliertes Gesetz für das Verhalten bzw. Handhabung, sei es in Bezug auf die Hygiene oder andere allgemeine Angelegenheiten) verstanden werden, indem man zum Islam aufruft und versucht ihn an alle Menschen zu übermitteln.

Also ist dies keine neue Erfindung der islamischen Religion (Diin), sondern etwas, das auch schon in allen vorherigen offenbarten Gesetzen seinen Platz hatte.

Der Ğihad hat zwei Bedeutungen:

  • Ğihad der Verteidigung: Hier handelt es sich um die Bekämpfung derjenigen, welche die Muslime angreifen oder ihnen ihr Land widerrechtlich unter den Füßen wegreißen wollen. Dies ist ein legitimes Recht für alle Menschen, egal welchen Glaubens oder welcher Nation.
  • Ğihad der Forderung (Anspruch): Hier ist ein ehrbarer „Kampf“ gegen die Feinde Allahs gemeint. Was andere Arten der Kriege anbelangt, etwa wie die Kriege aufgrund von Expansion, Annexion, Hegemonie, Racheaktionen oder Kriege, welche nur aus Macht oder Stolz geführt werden; Kriege, welche nur zur Ruinierung und Verwüstung führen, sind im Islam völlig verboten. Denn selbst der Krieg ist im Islam ein Akt, der um Allahs Willen unternommen wird, um Allahs Wort und Gesetz zu erhöhen. Der Krieg ist, islamisch gesehen, kein Akt, der nach persönlichen Neigungen oder menschlichen Gelüsten stattfinden darf.

Allah sagt:

Und kämpft auf Allahs Weg gegen diejenigen, die gegen euch kämpfen, doch übertretet nicht! Wahrlich, Allah liebt nicht die Übertreter. (Qur`an 2:190)

Und der Ğihad verfügt über Richtlinien, Ordnung und Verhaltensregeln; die Kriegsgefangenen und das unterlegene Volk haben Rechte und Pflichten.

Der Gesandte des Islam, Muhammad, sagte:

“Greift an (kämpft), aber brecht eure Verträge oder den Waffenstillstand nicht, verstümmelt nicht und tötet kein neugeborenes Kind.” (Sahih Muslim, Hadith Nr. 1731)

Und der Gesandte des Islam sagte:

“Und tötet keine Frau und keinen Sklaven…... .” (Überliefert von Abu Dawud und Ibn Majah)

Wer über dieses Thema mehr wissen möchte, soll auf Bücher zurückgreifen, die speziell darüber handeln.